Montag, Juli 23

Berlin, Berlin







Mit vollem Koffer und gefüllter Speicherkarte bin ich aus Berlin zurückgekehrt und kann immer noch mit keinem stimmigen Fazit dienen. Berlin ist toll, Berlin versprüht eine ungeheure Kreativität und die Geschichte trieft aus jeder Pore der Stadt. Berlin bietet alles, was man nach Maslow für ein zufriedenes Leben braucht: Den besten Frozen Yoghurt Store, The Sixties Diner, um sich ab und zu ein bisschen wie Mia Wallace zu fühlen und das Tiki Heart, in dem uns ein Monstrum von Burger serviert wurde - natürlich vegetarisch. U-Bahn fahren um Mitternacht geht meist auch, ohne um sein Leben fürchten zu müssen und das man in Berlin mehr als versorgt mit Kunst und Kultur ist, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. 
So findet man in Berlin auch immer eine Beschäftigung, und sei es nur stundenlanges Stöbern im Urban Outfitters (von dem ich mittlerweile ohne Zweifeln sagen kann, dass er des Teufels Werk ist, aber dazu später mal), sich im zooeigenen Affenhaus einfach mal hinsetzen und den Bonobos beim Klettern zusehen oder durch die Kastanienallee schlendern und ihre Schönheit aufsaugen. 
Und sonst gibt's immer noch das Szimpla, ordentlicher und heimischer, aber auch fader, als seine grosse Schwester in Budapest zwar, aber mit kühlem Apfler im Angebot. 
Doch, um bei Maslow zu bleiben: Berlin ist kalt. Einerseits ist es ein Genuss, völlig anonym und ungestört seinen Plänen nachgehen zu können, sich in dieser Stadt ans soziale Netz anzuknüpfen, stelle ich mir jedoch ziemlich beschwerlich vor, weil man in Berlin wohl eben das tut: Die eigenen Ziele verwirklichen. Aber vielleicht haben Grippe und fast permanent schlechtes Wetter auch meine Urteilsfähigkeit getrübt. Jedenfalls habe ich ein Stück Herz als Pfand da gelassen und werde zurückkehren.Es gibt schliesslich noch viel zu sehen und zu tun.

Mein halbes Vermögen, das sich grösstenteils in Textilien umgewandelt hat, werde ich ein andermal präsentieren.










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