Sonntag, Januar 22

Remember where we went last year




Metronomy - The Bay


Vor zwei Tagen habe ich meiner alten Schule bzw. zwei meiner ehemaligen Mitleidenden einen kleinen Besuch abgestattet, in Begleitung von vier weiteren Ex-Klassenfreundinnen.
Wie in guten alten Zeiten haben wir pultreihenweise unser ehemaliges Kunstzimmer annektiert und uns über unsere neuen Leben ausgeschnattert.
Peinlich berührt mussten wir uns eingestehen, dass der Mikrokosmos Schule offenbar auch ohne uns weiterstoffwechselt und wir auch nicht mehr als austauschbare Elementarteilchen waren und sind.
Das Schöne und gleichzeitig auch Tragische an unserem Protonen-Dasein war und ist das Wissen um die grosse weite Welt, die auf uns wartet, vage Silhouetten von so viel mehr, die uns hinauslocken. Tragisch wil all die Möglichkeiten, zwischen denen wir hätten eine Entscheidung treffen sollen, uns gefangen haben. Wir waren quasi ummauert von offenen Türen.
Nun, da wir uns der Last der 1000 Möglichkeiten entweder vorerst entzogen oder unseren Weg beschritten haben, bietet sich endlich Raum für persönliche Entfaltung.
So hat sich Kollegin C. vom nur durch ihre Grösse auffallenden Mädchen mit geringfügigem Interesse am andern Geschlecht zu einer Mascara-Schönheit mit Marihuanaduft-Jacke (Hoch lebe der Semesterabschluss) gemausert. Italo-Lover inklusive.
Und auch ich habe meine Schutzhülle aus latenten Aggressionen und melancholischer Übellaunigkeit abgestreift, so zumindest laut Kollegin S.
Die dreht eine Ehrenrunde am Gymnasium und hat sich entsprechend bislang eher spärlich verändert. Nun ja, sie hat - tatsächlich möglich - noch an Dreistheit zugelegt. Und genau wegen diesem schelmischen S.-Charme (sie kann sich aus jedem, JEDEM selbstverschuldeten Dilemma mit ihrem Breitmaulfroschgrinsen heraus manövrieren) lieben wir sie auch alle.




Ein Tag, um stolz zu sein. Nicht nur darauf, was für tolle Mädchen wir geworden sind, sondern auch auf meinen eisernen Willen.
Wer versucht, in Bern 4 Stunden Zeit totzuschlagen, wird bald ein mal alle Läden abgeklappert haben, selbst diejenigen, mit der schrecklichen Dauerbeschallung und den widerwärtigen Werbekampagnen mit pinken Hasen.
Ergo habe ich auch an die 20'000 Tierchenklunker entdeckt, die ich unbedingt haben musste - Und keinen einzigen gekauft! Ha!
Meine Ausbeute beschränkte sich, neben diversen Zeichenmaterialien, also auf folgendes:

1. Dunkler Lippenstift (Catrice, 170 "After Work Wine"), gefunden nach ewiger Suche für ganze 2 Franken. Den Armreif habe ich im H&M-Schlussverkauf gefunden. Zum Glück habe ich seine Existenz bis anhin ignoriert. Finden ist schliesslich schöner als Suchen.

2. Siehe oben. Der Lippenstift ist nicht schwarz, wie es scheinen mag. Auch zu sehen: Die etwas merkwürdige Konsistenz.

3. Neue Haarfarbe (Garnier Nutrisse). Da jetzt auch meine Lückenbüsserfarbe aus dem Sortiment genommen wird, ahbe ich mir einen kleinen Vorrat zugelegt. Die Schweiz hasst Rothaarige, aber wer hätte von uns auch schon mehr Toleranz erwartet?
Der riesig tolle, riesige Fahrradpulli ist alt, aus irgendeinem Skaterladen, wahrschinlich dem Bluewave Shop.

4. Das erste Dekoteil für unseren Selfmade-Pub an St. Patrick's Day (Yamatuti, der Laden, der 70% meiner zukünftigen Einrichtung beherbergt).






Kommentare:

  1. I'm usually the kind of girl who reads the book first before watching the movie but this time I didn't have time for that since my boyfriend wanted to watch it so badly. But I guess the message didn't reach me at all. Thanks for clarifying it to me, now it makes even sense (: Let me know what you think as soon as you watched it!

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  2. Der Lippenstift ist herrlich! Ich suche genau so einen schön dunklen,magst du mir vielleicht verraten welche Farbe das ist?

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