Dienstag, Januar 31

Falling right back where you are




Den ganzen Tag in der Küche sitzen.
Eine kopfgrosse Teetasse in der Hand und in den Himmel blicken, auf den Boden, auf die Baumgerippe. 1 cm Neuschnee, 15, 30.

Einen Schwarm Kraniche falten und über meinem Bett aufhängen, weil sogar die Singvögel draussen sich fürchten, auf den Ästen festzufrieren und begraben zu werden unter der Stille.

Mein ganzes Zimmer ausräumen, weil sich viel zu viel gesammelt hat hier und mich zu ersticken droht, wie der Schnee die Meisen.



Montag, Januar 30

Cosmic Love





Eine Hommage an eines der wundervollsten Wesen, das auf dieser Welt wandelt und uns mit seiner extraterrestrischen Schönheit verzaubert.
Gerade weil sie diese Gegensätze vereint, fasziniert Florence Welch. So schlüpft sie mal in die Rolle der Waldnymphe, bald wirkt sie in metallischem Overall, als stamme sie nicht von unserem Sonnensystem - So oder so strahlt diese atemberaubende Ausnahmeerscheinung eine unglaubliche Wärme aus, die tief unter die Hautschichten dringt. Und dies schon nur rein optisch, welche Wunderwerke sie mit ihrer Stimme vollbringt, sei an dieser Stelle sekundär, aber nicht weniger beeindruckend.

Und die Haare. Hach, die Haare.





Meine felsenfeste Heterosexualität zerbröckelt. Spätestens bei folgendem Bild (Blake Lively - Die andere tollste Frau der Welt)


Alle Bilder via fuckyeahflorencewelch


Ich geh mir jetzt mal die Haare färben (mein bester Freund hat in Prag für mich eingekauft - yay!) und hoffe, dass die Farbe nicht nur in meine Haarspitzen, sondern in meine Seele eindringt und etwas Florencehaftiges zum Vorschein kommt, haha.

Mittwoch, Januar 25

Cause I like to get hooked




Interpol - Leif Erikson


Mütze, Halskette: H&M, Jeansshirt: Mom


Ich bin wohl einfach der Typ für Süchte.
Ich bin süchtig nach Toffee Nut Latte, und zwar so sehr, dass ich schon Mal jeden Novembertag beim Starbuckslokal meines Vertrauens vorbei schaue, um auch sicher zu gehen, dass es den Traum in Karamell immer noch nicht gibt.
Ich bin süchtig nach Serien. So sehr, dass ich Family Guy, How I Met Your Mother, New Girl, The Big Bang Theory, Criminal Minds, Sherlock, Pushing Daisies und sogar Gossip Girl komplett gesehen habe. Deshalb checke ich täglich auch an die 10 mal, ob denn nun endlich eine neue
Folge von den noch aktuellen Serien online ist.
Ich bin süchtig nach einer bestimmten Art Männer. Meinem berühmten Beuteschema werde ich wohl irgendwann einen eigenen Eintrag widmen müssen. Aber Paul Banks, Tom Meighan, Matthew Gray Gubler und den Norweger grob über einen Kamm geschoren: dunkelblonde Haarpracht zum ewig damit rumspielen, stilbewusst, mit einem Hang zur Nerdigkeit. Gerne auch mit einer Prise Arroganz gewürzt.
Ich bin süchtig nach Tierschmuck und sonstigem von der Natur inspiriertem Klunkergehänge. So sehr, dass dies hier wohl schon der 7. Post ist, den ich teilweise dieser Thematik widme.

Und nun hat sich klammheimlich eine weitere Sucht in meinen Kleiderschrank geschlichen: Hemden und Blusen.

Ich finde mich in letzter Zeit viel zu oft in Umkleidekabinen wieder, mit einer Kleiderstangen voll dünner Stoffe mit Kragen.
Besonders haben es mir auffällige Kragen angetan, wohl weil ich ihnen schon öfters auf Fashionblogs (nach denen ich übrigens auch süchtig bin - hach!) begegnet bin. Jedenfalls hat sich ein Bild in meinen Hirnwindungen eingenistet, seit ich vorgestern im Nähzeug meiner Mutter auf alte Plastikperlen gestossen bin. Entstanden daraus ist ein Kompromiss zwischen diesen beiden Inspirationsbildern:




Das fertige Ergebnis:
Bluse: H&M

Sonntag, Januar 22

Remember where we went last year




Metronomy - The Bay


Vor zwei Tagen habe ich meiner alten Schule bzw. zwei meiner ehemaligen Mitleidenden einen kleinen Besuch abgestattet, in Begleitung von vier weiteren Ex-Klassenfreundinnen.
Wie in guten alten Zeiten haben wir pultreihenweise unser ehemaliges Kunstzimmer annektiert und uns über unsere neuen Leben ausgeschnattert.
Peinlich berührt mussten wir uns eingestehen, dass der Mikrokosmos Schule offenbar auch ohne uns weiterstoffwechselt und wir auch nicht mehr als austauschbare Elementarteilchen waren und sind.
Das Schöne und gleichzeitig auch Tragische an unserem Protonen-Dasein war und ist das Wissen um die grosse weite Welt, die auf uns wartet, vage Silhouetten von so viel mehr, die uns hinauslocken. Tragisch wil all die Möglichkeiten, zwischen denen wir hätten eine Entscheidung treffen sollen, uns gefangen haben. Wir waren quasi ummauert von offenen Türen.
Nun, da wir uns der Last der 1000 Möglichkeiten entweder vorerst entzogen oder unseren Weg beschritten haben, bietet sich endlich Raum für persönliche Entfaltung.
So hat sich Kollegin C. vom nur durch ihre Grösse auffallenden Mädchen mit geringfügigem Interesse am andern Geschlecht zu einer Mascara-Schönheit mit Marihuanaduft-Jacke (Hoch lebe der Semesterabschluss) gemausert. Italo-Lover inklusive.
Und auch ich habe meine Schutzhülle aus latenten Aggressionen und melancholischer Übellaunigkeit abgestreift, so zumindest laut Kollegin S.
Die dreht eine Ehrenrunde am Gymnasium und hat sich entsprechend bislang eher spärlich verändert. Nun ja, sie hat - tatsächlich möglich - noch an Dreistheit zugelegt. Und genau wegen diesem schelmischen S.-Charme (sie kann sich aus jedem, JEDEM selbstverschuldeten Dilemma mit ihrem Breitmaulfroschgrinsen heraus manövrieren) lieben wir sie auch alle.




Ein Tag, um stolz zu sein. Nicht nur darauf, was für tolle Mädchen wir geworden sind, sondern auch auf meinen eisernen Willen.
Wer versucht, in Bern 4 Stunden Zeit totzuschlagen, wird bald ein mal alle Läden abgeklappert haben, selbst diejenigen, mit der schrecklichen Dauerbeschallung und den widerwärtigen Werbekampagnen mit pinken Hasen.
Ergo habe ich auch an die 20'000 Tierchenklunker entdeckt, die ich unbedingt haben musste - Und keinen einzigen gekauft! Ha!
Meine Ausbeute beschränkte sich, neben diversen Zeichenmaterialien, also auf folgendes:

1. Dunkler Lippenstift (Catrice, 170 "After Work Wine"), gefunden nach ewiger Suche für ganze 2 Franken. Den Armreif habe ich im H&M-Schlussverkauf gefunden. Zum Glück habe ich seine Existenz bis anhin ignoriert. Finden ist schliesslich schöner als Suchen.

2. Siehe oben. Der Lippenstift ist nicht schwarz, wie es scheinen mag. Auch zu sehen: Die etwas merkwürdige Konsistenz.

3. Neue Haarfarbe (Garnier Nutrisse). Da jetzt auch meine Lückenbüsserfarbe aus dem Sortiment genommen wird, ahbe ich mir einen kleinen Vorrat zugelegt. Die Schweiz hasst Rothaarige, aber wer hätte von uns auch schon mehr Toleranz erwartet?
Der riesig tolle, riesige Fahrradpulli ist alt, aus irgendeinem Skaterladen, wahrschinlich dem Bluewave Shop.

4. Das erste Dekoteil für unseren Selfmade-Pub an St. Patrick's Day (Yamatuti, der Laden, der 70% meiner zukünftigen Einrichtung beherbergt).






Mittwoch, Januar 18

Devil's Dance Floor




Flogging Molly - Devil's Dance Floor


Lilaschaftliche Studien haben zweifelsfrei bewiesen, dass sich irische Musik überaus positiv auf die Produktivität auswirkt. Offenbar assimilieren Hörer ihr Arbeitstempo an dasjenige der Hintergrundmusik und überwinden so ihre Trägheit.
Doch wie alles Nützliche, zieht auch diese Theraphie eine lange, verworrene Kette Nachteile mit sich, die da wären: Unbändiges Verlangen nach dunklem Bier aus schweren Krügen und der Drang danach, jemandem einen Barhocker auf dem Kopf zu zerschlagen.

Jedenfalls haben meine Dreiecksfreunde und ich beschlossen, diesen St.Patrick's Day aus Kostengründen doch nicht auf der Insel zu verbringen, sondern unseren eigenen zu feiern.
Man darf sich schon jetzt auf eine amüsante Fotostrecke freuen.

Freitag, Januar 13

Because friends don't waste wine when there's words to sell




Interpol - Obstacle 2

Es gibt nichts Wärmenderes,
als von blonden Engeln aus der Einsamkeit gerissen zu werden. Nicht, dass ich mich entsetzlich alleine gefühlt hätte, aber ich habe mich gestern Nacht mit einer langweiligen Doku einzuschläfern versucht, der zufolge einsame Menschen nachweislich länger und heisser duschen und Unmengen an Warmgetränken zu sich nehmen, um fehlende soziale Wärme physisch zu simulieren. Eine Theorie, die ich nach einer halbstündigen heissen Dusche und zwei Litern Schwarztee lieber wieder vergessen hätte, aber was will mein Wille schon gegen einen

entschiedenen Hippocampus ausrichten?
Die Doku hat sich dann übrigens als alles andere als öde entpuppt - Schon nur wegen den 100 meta-moralischen Fragen, die mich (wie in alten "Spieltrieb"-Zeiten) den Rest der Nacht wach gehalten haben, aber auch mein Lieblings-Käppi-Forscher, der mich nostalgisch an die vergangenen Bio-Zeiten hat denken lassen und nicht zuletzt die erstaunllich passende musikalische Untermalung von Ratatat sind die Zeitinvestition absolut wert.

Nun aber zurück zu meinen Lieblingsblondinen. 1/3 von ihnen lässt es sich am andern Ende der Welt gut gehen und lechzt schönen Surfern hinterher. Und wir? - Kochen, trinken süsse Sprudelplörre und decken Skandale auf.

Entdeckt bei Blondine S.: Tausend zauberhaft verspielte Deko-Elementchen, die dunkle Seite des Brotes und... Noch mehr Deko.








Dienstag, Januar 10

Time won't let us stop



Ich bin frisch verliebt und könnte es in die ganze Welt hinausrufen. Ich kann meine Finger kaum von ihr lassen und lasse ich sie kurz in einer Ecke liegen, so schmachtet sie mich auf herzzereissendste Weise aus ihrem grossen Auge an.
Aber wie Verliebte das öfters tun sollten, übe ich mich in Zurückhaltung und lerne meine Angebetete erstmal intensiv kennen.
Ich liebe dich, Nikon de Neunzig! <3

Da ich aber plane, meine nächste Abschnittszukunft mit ihr zu verbringen, werden in diesem Blog nun wohl öfters viele bunte Bildchen zu sehen sein und alles nimmt endlich die ungefähre Richtung ein, die ich mir vorgestellt habe.

In diesem Sinne, verspätet:




Dapayk & Padberg feat. Caro - Island (Noze Remix)


Auf 2012, auf qualitativ wie quantitativ bessere fotografische Dokumentation, auf mehr kleidertechnische Selbstdarstellung, auf schöner geschniegelte Worte!
Auf 2012, auf billiges Bier, schöne Menschen und auf die elektronische Tanzmusik!

Auf 2012, auf Zukunftsangst und Endzeitdepressionen!

Auf 2012, auf den Anfang vom Ende und das Ende von allem!


Darauf, dass Blogger endlich aufhört, meine Bilder grundlos zu verzerren, wenn ich sie vergrössere.
Und natürlich auf meine Lomokamera, die meine Lomofilmsammlung endlich sinnvoll ergänzen wird.
Bis es soweit ist, einige kulinarische Schnappschüsse plus noch mehr aus der Kategorie "Waldgehängsel".










Sonntag, Januar 8

Wall of Arms


'And I thank those

Those who kept me company
They are a wall of arms around me'




The Maccabees - Wall of Arms


Das Stechen hat definitiv Suchtpotential.

Hach, das Dreieck. Für immer unter meiner Haut und tätowiert in meine Herzgefässe.


Mittwoch, Januar 4

Gezeichnet

Oder doch viel eher: Gestochen.

Die besten Dreiecksbeziehungen gehen eben unter die Haut.

Bilder folgen