Freitag, Dezember 23

High 5!

Das ist ja noch das eine...


Paul Kalkbrenner - Plätscher

... aber dasselbe Prozedere für die rechte Hand nun noch linkshändig...
Das mach ich mit links *schenkelklopf*.


Mittwoch, Dezember 21

It's therapheutic somehow



The Wombats - Moving to New York


Wahrscheinlich sollte ich aufhören, mein Schicksal in die Hände des Wetters zu legen.
Aber während draussen alles unter einer Flockenschicht winterschläft, kann ich mich vor Aktivitätsschüben kaum noch retten.
"Substitution" war mir schon immer die liebste psychoanalytische Diagnose, so muss ich eingestehen, dass 30% meiner Schaffenskraft wahrscheinlich durch die Flucht vor Gewissensbissen katalysiert werden.
Weitere 20% lassen sich auf zugelassene Gewissensbisse zurückführen, aus dem banalen Grund, dass ich die Hausaufgaben 2 Wochen lang ohne ernsthafte Begründung aufgeschoben habe.
Man addiere weitere 20%, die im erhöhten Nikotinkonsum wurzeln; und der restliche Drittel ist dann reine positive Rückkopplung (im wahrsten Sinne des Wortes), oder wie mein Psychologielehrer es immer nannte: Der Flow.

Jedenfalls habe ich heute auch noch 3/6 Geschenkeinkäufen erledigt und herumaddiert schon ganze 2/8 Hausaufgaben für die Vorkurs-Aufnahmeprüfung erledigt.
Daneben bin ich sogar zu einer Pseudo-Outfitaufnahme gekommen.


Tageskleidung:




Stirnband, Spitzentop: H&M
Gürtel: Vintage, Fizzen
Shorts: Vom Bruder geklaut, mit Schere bearbeitet



Prä-Flow feat. Gewissensbisse:



Einkaufsliste, es flowt etwas:



Hausaufgaben:





Das war ja mit rechts schon mühsam. Die rechte Hand mach ich mit links - Oder auch nicht.

Montag, Dezember 19

From the sky she speaks to me

Schnee, Schnee, Schnee.
Schnee!

SCHNEE!

So kann nicht einmal unfreiwilliges Massenkuscheln im Weihnachtsverkauf noch meine Laune trüben.

Andere Gründe, sich wie eine Schneeflocke zu fühlen:

- Bald, bald schon habe ich endlich die Nikon D90 in meinen Händen.
- Bald, bald schon trage ich ein Dreieck unter meiner Haut.
- Motivation! Für alles! So toll!
- Arbeiten - Alkoholgeschwängerte Firmenfeiern betreuen und dabei von meinem unverschämt gutaussehenden Mitarbeiter Schultermassagen absahnen. Und dafür auch noch bezahlt werden.
- 3x die Woche 6 Stunden mit meinem besten Freund telefonieren. Ohne ein einziges peinliches Schweigen.
- Mein neuer Pulli ist endlich angekommen und ist die Verkörperung von Weihnachtsstimmung. Manche behaupten auch, das läge daran, weil er wie Baumschmuck aussieht.


Das Lied ist eigentlich nicht sehr repräsentativ für meine momentane Stimmung, aber diese eine Textzeile (siehe Post-Titel) verfolgt mich bis in meine Träume, quasi ein Schneeengel, der mich sogar im Schlaf begleitet.


Dienstag, Dezember 13

It caused a drought, it caused a flood, it came to change us all for good



Fanfarlo - Ghosts


Darf ich präsentieren: Den wohl schäbigsten Outfit-Post in der kurzen Geschichte des Bloggings.
Ich bewundere, nein, verehre meinen Vater dafür, dass er unser Haus mit eigenen Händen erbaut hat. Aber manchmal frage ich mich, ob die fehlende Lichteinstrahlung einfach eine Fehlkonstruktion war oder ob der beim Planen schon den Hintergedanken hatte, den Rest seines Lebens mit Frau und Kinder in einem dunklen Loch am Ende der Zivilisation zu hocken.
Wie auch immer, er wird schon seine Gründe gehabt haben, mein Daddy ist schliesslich unfehlbar und handelt stets wohlüberlegt.
Und ausserdem kaufe ich nächste Woche wohl sowieso meine neue Kamera. Man hoffe, dass sie meinem wohntechnischen Schattendasein etwas entgegenwirken kann.




Ich habe neben meiner zwanghaften Bessesenheit von Flora und Fauna auch eine ausgeprägte Vorliebe für Burgund- und Ochsenblutrot entwickelt, entsprechend hat der Pullover, seit ich ihn gekauft habe, auch mehr Zeit auf mir als in meinem Schrank verbracht.
Die Art und Weise, wich ich ihn häufig, auch hier, trage, ist inspiriert bzw. abgekupfert von einer meiner Lieblings-Lookbookererinnen, Maddinka.
Das Kleid habe ich erst letztens wieder entdeckt. Ich habe es nie besonders oft getragen, ein klassisches Beispiel dafür, dass ein "50% Rabatt"-Schild Kleidungsstücke einfach verboten besser aussehen lassen.




Pullover, Kleid: H&M
Schuhe: Dosenbach
Gürtel: Irgendwo in Budapest
Kette: New Yorker



While Frank Sinatra sings 'Stormy Weather'





Cake - Frank Sinatra


Aufgestanden und nichts getan. Mal wieder.
Ich habe dann irgendwann doch kurz mal meine Lethargie unterbrochen, um 5 Minuten mit meiner Schwester wie eine Geistesgestörte durch die Wohnung zu hüpfen.
Dann mussten wir uns eingestehen, dass Schnee wohl doch eine Frage des Aggregatszustandes ist und die Matschballen, die vom Himmel klatschten, mit grosser Wahrscheinlichkeit nie das Land mit einer pudrigen Decke überziehen werden.
Was anderes bleibt mir also übrig, als die pseudo-verheissungsvollen Regentage mit Tee und vegetieren zu verbringen?
Nun ja. Auf mich warten Hausaufgaben für die Vorkursprüfung, mein Zimmer, das lange schon nach einer Generalüberholung schreit und Weihnachtsgeschenke, die ungekauft in Regalen dahocken.

Aber ich fühle mich, als hätte ich den ganzen trägen Dezembermatsch in mir aufgesaugt.






Dieses Baumgekritzel hab ich vorhin zufälligerweise wieder gefunden. Im Psychologieunterricht erhielten wir zum Schluss des drittletzten Semesters die Aufgabe, kurz und knapp einen Baum zu zeichnen, damit unser Lehrer diesen ein Jahr später mit einer neuen Zeichnung vergleichen und uns so psychoanalysieren kann. Ich bin gegenüber solchen Praktiken zwar äusserst skeptisch, aber spasseshalber hier die Analyse, oder zumindest das, woran ich mich noch erinnern kann.
Der Baum aus dem jahr darauf hat übrigens praktisch gleich ausgesehen, ich scheine also keine grosse Entwicklung mehr durchgemacht zu haben^^


Allgemein:
Der Baum ist realistisch gezeichnet, mit normalen Grössenverältnissen, was auf Reife (oder ein gewisses zeichnerisches Talent, liebe Psychologen?) schliessen lässt. Der Baum ist eher in der linken Hälfte des Papiers platziert, was ein Indiz dafür ist, dass die Zeichnerin dazu tendiert, in der Vergangenheit zu leben.

Wurzeln:
Die Wurzeln sind vorhanden, aber nicht völlig ausgezeichnet, sondern eher angedeutet, die Anzahl gezeichneter Wurzeln ist durchschnittlich.
Die Probandin ist in ihrem sozialen Umfeld verwurzelt, die kurzen Wurzeln könnten aber ein Hinweis auf gewisse Problematiken sein, an die ich mich leider nicht mehr erinere.

Stamm:
Der Stamm ist normal dick, was als gute emotionale Tragfähigkeit gedeutet wird. Da er jedoch eine unregelmässige Kontur aufweist, ist die Zeichnerin trotzdem seelisch verletzbar, was sich an den beiden ausgeprägten Astlöchern zeigt, welche zwei verhältnismässig grosse Traumata, Verletzungen von aussen, symbolisieren.

Krone:
Die Krone steht für die Kognition, den Kopf des Zeichners. Bei dieser Zeichnung ist die Krone auffallend differenziert, was auf Intelligenz und vernetztes, eigenständiges Denken hindeutet. Bestätigt wird dies auch durch die deutlich sichtbaren Einzeläste, die als Verlängerung des Stamms auch für emotionale Transparenz stehen. Die Baumkrone ist ausserdem relativ realistisch dargestellt, was auf rationales und realistisches Denken schliessen lässt. Jedoch ragt ein Teil der Krone über den Blattrand hinaus, was ein Hinweis darauf ist, dass die Rationalität der Zeichnerin dem sprichwörtlichen "Kopf in den Wolken" weichen muss.


Alles in allem war ich überrascht, wie gut die Analyse zutraf, was einerseits zu gewissen Teilen aber auch mit der Vagheit der Aussagen zu erklären ist, andererseits aber wohl auch damit, dass ich mich vorrangig an diejenigen Deutungen erinnere, die auch zutreffen.
Aber vielleicht ist das ja uch nur meine rationale Baumkrone, die da aus mir spricht.

Montag, Dezember 12

You got to love me


Man muss sie einfach lieben - Beste Freunde und die Menge Geschenk-Kreativität, die sich in 2 Meter Mann stapeln können.

Freitags erwartete ich hohen (im wahrsten Sinne des Wortes) Besuch zwecks Geburtstagsschuldenbegleichung. Mein best fucking friend forever und überhaupt schaute also in der Pampa vorbei, eroberte nebenbei das Herz meiner Frau Mama und liess mich per
Geschenkverpackung das Gesicht meiner verhassten Erzfeindin zerkratzen - "Destroy an ugly fat bitch. Get a present. It's fun.", um in seinen eigenen Worten zu sprechen.
Die Kiste stellte sich als Attrappe heraus, doch bevor ich mit enttäuschten Capybara-Auge
n aufblicken konnte, zauberte der Riese schon eine weitere Kiste hervor, gefüllt mit "V for Vendetta", gezeichnet.

Aufgrund einer kleineren Auseinandersetzung darüber, wer von uns Cookie und wer Milch sei (eine Grundsatzfrage, die in jeder Beziehung, platonisch oder nicht, von Beginn weg geklärt werden sollte), erwartete mich zudem eine Packung Cookies.
Ausserdem wurde ich mit einem schlichten Verlobungsring von Tiffany's Tischbomben-Juwelier beschenkt. Sollte ich nun beim Socken
kaufen zufälligerweise auf Matthew Gray Gubler treffen, so bin ich für einen sofortigen Heiratsantrag vorbereitet und werde bis ans Ende unserer Tage glücklich in seiner kalifornischen Villa leben und mit ihm Capybaras züchten.





Man muss sie einfach lieben - Die Natur, die mittlerweile an sämtlichen Extremitäten von mir baumelt.

Zwecks neuer Kamera, einem letzten Ver-Suchen nach der perfekten Haarfarbe und Weihnachtsgeschenke für die Liebsten und die Liebsten meines Liebsten habe ich mich mit eben diesem ins Getümmel gestürzt.
Sonntagsverkauf ist Krieg.
Glücklicherweise ist mein Freund angehender Militär-Sanitäter und rettete mich rechtzeitig vom Schlachtfeld.
Schuhläden sind auch nur Kriegsschauplätze.





Zur Belohnung gönnte ich mir zwei Ketten aus dem Ausverkauf, so dass mein Portemonnaie nur mittelmässig massakriert wurde.
Wer in den Krieg zieht, muss mit kleineren Verlusten rechnen.
Lila hat sich - wie könnte es auch anders sein? - noch mehr knuffige Waldtiere und Bäume angeschafft.Meine anfänglichen Affinität zu Hirschen und Eulen hat sich ganz still und unbemerkt zu einer Obsession für das gesamte Ökosystem Wald gewandelt.
Aber ich mag doch den Keks *_*




Zum Schluss:
Man muss ihn einfach lieben - David August und sein Sound, der das Label "Elektronische Tanzmusik" bedingungslos verdient.

Ich hätte bisher noch keinen einzigen Track gefunden, der meine Beine nicht ins Wippen gebracht, meine Füsse nicht stampfen lassen hätte oder zumindest ein Fingertrommeln provoziert hätte.
Habe dummerweise erst am Sonntagnachmittag bemerkt, dass er am Samstag abend in Luzern seine Platten hätte kreisen lassen. Damn it.


Montag, Dezember 5

I never knew daylight could be so violent






Ich sollte aufhören, Entscheidungsschwierigkeiten mit Haarfarbänderungen zu beantworten.
Aber sollte zufälligerweise jemand wissen, wo in Bern man "L'Oreal #74 - Glowing Copper"* bekommen sollte, lasst es mich wissen. Ich bin letztens 3 Stunden in Bern rumgeirrt - vergeblich.





*Ja, das steht im krassen Gegensatz zu meinem letzten Post und ich weiss, welche Verbrechen gegen Tiere L'Oreal begeht. In Sachen Haarfarbe habe ich bisher schlicht keine bessere Alternative gefunden und man muss mir zumindest zu Gute halten, dass dies mein einziger (bewusster) ethischer Verstoss in diesem Bereich ist und ich schon Stunden recherchierend für andere Möglichkeiten hinter mich gebracht habe und es auch noch werde.
Sollte jemandem eine gewissenschonendere Möglichkeit zur Rotschopfverwandlung bekannt sein, ich und meine dilemma-gebeutelte Moral danken im Voraus.

Anonanimal





Ich liebe Tiere - Nur nicht auf meinem Teller oder als Handtasche.

Leider bin ich nicht als Disney Königstochter geboren worden und werde deshalb nicht von singenden Mäusen begleitet und darauf, dass sprechende Vögel meine Matheaufgaben erledigen, habe ich während den letzten drei Jahren auch vergebens gehofft.

Zwischen Sommer und Winter habe ich deswegen meine eigene tierische Konsorte in Form von Ringen, Halsketten und Fake-Fur zusammengekauft, die mich nun auf Schritt und Tritt begleitet.

Die meisten meiner Begleiter habe ich im H&M rekrutiert. Und jedes Mal, wenn ich wider besseren Wissens einen Fuss in die Schmuckabteilung setze, erwartet mich bereits eine neue Herde animalischer Fingerschmuckstücke.

Oh, ihr Schweden. Wie es euch doch jedes Mal wieder gelingt, mich zu verführen...*




* Darf gerne zweideutig verstanden werden. Aber mein 4tägiger Spannertrip nach Stockholm ist eine andere Geschichte...












Da ich in meinem Freundeskreis schon berühmt dafür bin, ein Faible für merkwürdige Tiere zu haben, hier meine 5 Lieblingstiere:

1. Capybara
2. Schnabeltier
3. Tukan
4. Mandrill
5. Schwein





Freitag, Dezember 2

Dreiecksbeziehung




"We should totally buy a bar - and get a tattoo"


Gesagt, beinahe getan. Unglücklicherweise war der miefige Tattooschuppen um die Ecke schon ausgebucht, weshalb wir heute Morgen-Mittag brav und ungezeichnet zur Arbeit oder nach Hause getorkelt sind. Die unheilige Dreifaltigkeit kann Donnerstags nicht gemütlich bei einem Bier sitzen bleiben. Zumindest nicht, ohne dass noch eins und eines zu viel folgen.
Wider Erwartung legen wir in angetrunkenem Zustand aber eine ungeheure Produktivität an den Tag und sind am Morgen danach immer noch ganz verblüfft über den Gehalt unserer vermeintlichen Schnapsidee.






Die Absicht, mich tätowieren zu lassen, hege ich schon eine gefühlte Ewigkeit und mein Entwurf für den herrlich ironischen Anker auf dem Oberarm ist schon seit Oktober fertiggestellt.
Aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt, also wird bald schon ein minimalistisches Dreieck mein Handgelenk zieren.

Ursprünglich gedacht als Würdigung für meine beiden unglaublich tollen Geschwister, die ich grundsätzlich aber lieber als "Freunde" bezeichne, lasse ich mir mein Tattoo jetzt mit zwei meiner besten Freunde stechen. Lebensbeziehungen, zumindest die meinen, lassen sich unheimlich gut als Triangel schematisieren, wie mir scheint. So soll mein Tattoo sowohl für meine Geschwister, meine beiden besten Freundinnen und die eben genannten beiden Freunde stehen (welche zusammen mit mir öfters auch schlicht als "Das Dreieck" bezeichnet werden).

Und weil ich meine Freundschaften offenbar bevorzugt mit zwei anderen Menschen eingehe, kann ich praktischerweise mein Tattoo fortwährend meinen Freunden anpassen, haha.


Nun, das ganze Vorhaben mag wie eine schlecht durchdachte, vom Alkohol überkatalysierte Idee tönen. Eine gewisse Richtigkeit werde ich auch nicht verneinen. Aber den Plan hatten wir schon länger mehr als nur im Hinterkopf, Bier gab uns nur noch den nötigen Anstoss. Und da wir geschätzte 5 Schwüre geleistet haben, es diesmal wirklich zu tun und in diesen Minuten wohl schon der Termin fixiert wird, gibt es kein Zurück mehr.

Aber was ist, wenn ihr in 10 Jahren gar nicht mehr befreundet seid? Dann soll es eben so sein. Das Tattoo wird mich daran erinnern, das wir früher durch dick und dünn gegangen sind und mich hoffentlich fragen lassen, was sich verändert hat und ob es sich wirklich gelohnt hat, dafür meine Freunde aufzugeben.
Die andere Problemlösestrategie für diesen Fall habe ich oben ja bereits geschildert^^

Aber sich betrunken im nächsten Schmuddelstudio von einem verschwitzten bärtigen Proll tättowieren lassen, der nebenbei wahrscheinlich auch noch eine mit vergilbter Amerikaflagge geschmückte Piercingschlachtbank betreibt, ist unvernünftig, nicht? Ja. Das ist es tatsächlich und meine anderen Tattoos werde ich auch bei einem seriösen Künstler stechen lassen.
Aber genau eine solche semi-rationale Handlung ist bezeichnend für mich und meine Dreiecksbuddies. Genau unser jugendlicher Übermut mitsamt allen (guten wie schlechten) Konsequenzen hat unsere Freundschaft gefestigt und mich, als Kopfmenschen, gelehrt, dass Impulsivität nicht zwangsläufig zerstörerisch, sondern auch etwas durchaus Kreatives und Produktives sein kann.

Und wer auch nach der dümmsten und rufschädigendstenen Tat an meiner Seite ein Bier trinkt und dabei ein zum Trotz tiefgründiges Gespräch füehrt, der hat seinen Platz unter meiner Haut auch verdient.

Sonntag, November 27

Serotonin, you're burning a hole into my heart



Zu allererst: Schnee hat sich pünktlich zum Dezemberanfang angekündigt! :D
Bei so viel Vorfreude konnte ich nicht anders, als die Lichterkette in meinem Zimmer wieder einzustecken - Es sieht herrlich (bis kitschig) aus und signalisiert meinem Unterbewusstsein, dass es an der Zeit sei, meinen Ernährungsplan wieder gänzlich auf Toffee Nut Latte und rohen Plätzchenteig umzustellen.




Ganz nebenbei habe ich auch sämtliche anderen guten Vorsätze über Bord geworfen, kriege deshalb langsam aber sicher eine kratzige Raucherstimme und mein gut gefülltes Konto habe ich zugunsten eines gut gefüllten Kleiderschranks geopfert.
Aber BRAUCHE seit immer und ewig schon bordeauxfarbene Hosen. Und beigen Nagellack. Wirklich.



Bluse. H&M
Hose: Mango

Nagellack: Essence

Mittwoch, November 23

3 Minutes in the brain of a demon host



Der November macht sich leise auf, sich zu verabschieden und während sich leuchtende Rentiere an den städtischen Fassaden ansiedeln und sich in jeder Ecke grotesk kitschige Nikoläuse aus dem Himmel abseilen lacht uns die Sonne an.
Wir schlürfen Weihnachtskaffee und rutschen dabei auf dem verrottenden Herbstlaub aus; lassen uns in Warenhäusern von Weihnachtsglocken berieseln und sind beim Hinausgehen enttäuscht über das stetige Dröhnen der Stadt - Kein schalldämpfender Schnee, der den lauten Puls der Stadt ersticken könnte.

Keine Watte, in die ich mich verpacken könnte. Mein winterlicher Schutzkokon, in dem meine Glückshormone jährlich prächtig gedeihen, bildet sich dann wohl erst im Dezember aus.

Klimawandel - Hmpf!


Die Absenz von Schnee zu diesem Jahreszeitpunkt, die Dynamik zwischen kindlicher Vorfreude und enttäuschten Hoffnungen versetzt mich in eine ungemein herbstliche Stimmung (für deren Entfaltung ich bisher - Schnee sei Dank - noch niemals Zeit hatte), die sich in meiner momentanen Playlist wiederspiegelt.



Timber Timbre - Demon Host

Der meistgehörte Song. Letztens tatsächlich zwei mal zwei Stunden gehört und immer noch toll gefunden.






Mystery Jets - Serotonin






Bonaparte - 3 Minutes In The Brain Of Bonaparte





Pixies - Hey





Dienstag, November 15

Spieltrieb




Tränenwasser perlt
Am Porzellan ab,
In die Nirgendheit

Was täte die Marionette
Ohne einen Puppenspieler?

Abgeschnittene Schnüre
Myriadenfach verknotet
Und die stumpfe Schere
In deiner Hand

Bevor du an meinen Fäden
In den Abgrund gezogen worden wärst

Was wäre der Spieler
Ohne seine Puppe?




Mittwoch, November 9

So einigermassen


Man erinnere sich an diesen Post.
Heute, 106 Tage später, habe ich das als Vogel missverstandene Chamäleon endlich (so einigermassen) fertiggestellt.


New is always better


Ich mag (Kontoaus)Züge.
Mathelegasthenie - Oder wie aus 250 plötzlich 950 wurden und sich 100 davon in Jacken und Schuhe transformierten:



Nach genau dieser Jacke habe ich, ohne es zu wissen, schon immer gesucht und auf Nadia Esras Blog endlich gefunden.
Ein Mädchen aus Zucker, deren Blog sich bei Pessimismusanflügen immer zu lesen lohnt; hinter ihrer feuerroten Traummähne steckt ein Wesen, das Positivität nicht nur verinnerlicht hat sondern auch ausstrahlt. Und das, obwohl ihr das Schicksal (wohl aus Eifersucht auf ihr atemberaubend schönes Puppengesicht) schon einige Brocken in den Weg gelegt hat.







Zudem habe ich mein unbestimmtes Verlangen nach etwas Stiefelartigem, Wasserdichten mit Keilabsätzen endlich befriedigen können - Und das sogar mit nur einem einzigen paar Schuhe.
Möglicherweise werden meine beiden Errungenschaften in Bälde in einem Erstlingsversuch eines Outfit-Posts zu bestaunen sein.




Blazer-Jacke/Schuhe: H&M

Montag, November 7

Quality Time




Meine guten Vorsätze wachsen bei mir meist nicht aus ihren Kinderschuhen - Man sei also gespannt, wie viele solcher Alltagdokumentationen es noch von meiner Kamera auf meinen Blog schaffen. Ich bleibe vorsichtig pessimistisch.
Und hoffe darauf, dass meine neue Kamera mir einen grösseren Anreiz zur Momentaufnahme bietet als die öde D60.

Der schöne Norweger befindet sich seit letzten Wochenende im grünen Feriencamp - Von mir aus dramaturgischen Gründen bevorzugt "Krieg" genannt.
Entsprechend werden sich meine folgenden 18 Wochenenden grundsätzlich ähnlich abspielen: Ich besuche den Mann aus dem hohen Norden, den es ironischerweise in den schweinekalten Süden verschlagen hat, um 30 Stunden mit möglichst viel Gefühl und schönen Erinnerungen voll zu pumpen.

Romantik ist Spontaneität - Eine Eigendefinition, die es zwischenzeitlich wohl zu überarbeiten gibt.

Wochenende 1/18 - Romantik ist Schwarzteetrinken und Family Guy und sich dabei so gar nicht alt und paarmässig fühlen, weil sowieso nur alle anderen Zweiergruppen dem Spiessertum zum Opfer fallen und ihr Wochenende zu Hause vor dem Laptop verbringen und Jennifer Aniston-Filme schauen.

Weitere Erkenntnis: Flohmarkt und Herbst sind eine wunderbare Kombination, obwohl oder vielleicht gerade weil sie in mir eine ganz bestimmte Art von Melancholie wecken.
Das Abschiedsgefühl hängt in der Luft, versinnbildlicht durch ochsenblutrote und goldorangene Blätter, die im Wind tanzen, immer wieder aufgewirbelt werden, weder zu Boden gleiten und ruhen noch davongetragen und verschwinden wollen.

War es nicht erst noch, als ich mir Ende Mai die dicken Schals und leichten Herbststiefelchen herbeigesehnt hatte? Hat sich in diesen Monaten nicht unbemerkt eine ungeheure Veränderung eingeschlichen, die jetzt schon wieder zur Routine wird?

Und überhaupt. Die Routine, mit die ich entgegen meinen persönlichen Grundsätzen plötzlich so gut überstehe.


Ein Lied, dass diese Stimmung für mich in völligster Weise auf den Punkt bringt ist 'Lovers Carvings' von Bibio.

Angesammelte subjektive Empfindungen alias "Liebe" im gesamten Kontext zu begreifen und zu erkennen, wie wenig aussergewöhnlich sie eigentlich ist, sich eben von von der abgedroschenen Vorstellung der einzig wahren Liebe zu verabschieden, hat mir noch nie Mühe bereitet. Den Gedankenfaden aber weiter zu spinnen und die Konsequenzen daraus zu ziehen, damit hader(t)e ich aber trotzdem.
Also gilt es, zu erkennen, dass die feinen Unterschiede zwischen verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen paradoxerweise gerade ihre Exklusivität auszumachen scheint.
So, wie jeder Herbst per Definition auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden kann und sich trotzdem jedes Jahr wieder von einer anderen Seite zeigt.






Und wenn jetzt schon beinahe wieder ein Jahr vorbei sein soll, an das ich mich grösstenteils wohl gar nicht mehr erinnern werde - Wo zur Hölle bleibt dann Starbucks mit seinem Toffe Nut Latte?!


















Dienstag, Oktober 18

Herbstfresse



Inspiriert vom Herbst, zielloser Rumgoogelei (hach, was für ein hübsches Wort das doch zum anschauen ist) und ein wenig Pablo Lobato und in Ermangelung eines befriedigenden Facebook-Profilbildes ist folgendes Selbstbildnis entstanden:





Donnerstag, Oktober 13

Cause it's been so long since someone challenged me



Eine kürzliche Nostalgie-VHS-Session, Restwerte im Blut und ein Lied (Hier der Kurzschnitt , dafür mit knuddligen, kleptomanischen Crack-Äffchen) in Endlosschleife haben mich hierzu inspiriert:








Leider bin ich unfähig, die Ansicht zu vergrössern. Ehrlicher gesagt: Zu müde, um mich noch damit abzumühen.

Donnerstag, Oktober 6

BLACK JACK & NUTTEN, minus Turborussen





Mein Mangel an Posts lässt sich auf grauenhaft unspektakuläre Tage zurückführen. Tönt langweilig, ist aber durchaus erholsam für einen seit 12 Jahren gemarterten Geist.
Aber was für alles gilt (abgesehen vom Gesicht von Matthew Gray Gubler und British Accent), macht auch bei totaler geistiger Entspannung keine Ausnahme: Zu viel des guten verdirbt den Brei. Oder so ähnlich.
Meine Kreativität und Diskussionsfreude sind endlich wieder aus dem Loch gestiegen und meine Eloquenz hinkt den beiden hinter her.


In Kürze folgen meine bescheidenen kreativen Ergüsse (falls sich Zach Condons Haare tatsächlich mit Kugelschreiber und Gouachefarbe bändigen lassen und mein dicker pelziger Norweger seinen Diätplan nicht wieder auf gskizziertes Chamäleon umstellt ).
Eins sei gesagt: Das Eis ist zwischen mir und Herrn A. Illustrator ist gebrochen.



Meteorologisch gesehen sehe ich diesen Zustand nicht bedroht.
Der Altweibersommer lässt keinen Platz für Träume von Schneemännern.

Genau genommen nicht einmal für Träume von Stiefeln, Jacken, Schals und zarte Handschuhen in Weinrot, Tannengrün, Senf oder Petrol.
Scheiss Wetter.




Bis ich wieder mit flockiger oder zumindest behandschuhter Rechtfertigung Turborussen trinken darf, vertreibe ich meine Zeit mit erwähnten neuen Freundschaften, der Hoffnung, meinen zukünftigen Tätowierer endlich zu erreichen und feucht-fröhlichen Themenabenden: